Mein Spiegel hört zu

In diesem Moment starte ich schreibend mein Selbst-Gespräche-Experiment
WOW: „Das macht mir Spass, ich fühle mich glücklich und voller Schwung.“
 
„Ich erreiche es“ – eine Suggestion oder eine Motivation.
 
Macht es der Wortlaut oder der Inhalt aus, der mich zum erfolgreichen Gelingen führt?
In welcher Person formuliere ich meine Gedanken, meine Ziele oder Absichten?
Wie genau beeinflusst Reden mit mir selbst das erwartete Ergebnis – wenn überhaupt: Er glaubt an mein Gelingen – tönt merk-würdig, wenn ich das so schreibe und, weil ich ja laut artikuliere, auch so höre – fantastischer Gedanke. Er will diesen HEUTE  einsetzen und beim abendlichen Rückblick, der Erfolgskontrolle, ein Fazit dazu aufschreiben.
 

Ergebniskontrolle

Ein unmittelbares Vorhaben, wie ich parkiere mein Auto korrekt in diese Parklücke – halblaut zu artikulieren schein, mindestens zu Beginn, aussergewöhnlich zu sein. Wissenschaftlich geprüft und erfolgreich bemerkt: Halblautes Artikulieren der Absicht unterstützt mein Handeln effizient und effektiv.

Fakten oder Phänomene

Den Namen eines Menschen, eines Gegenstandes laut auszusprechen ist ein kraftvoller Anker, ein dynamisches Werkzeug, das Vorhaben zu merken, im Gedächtnis zu speichern. Stelle dir einen Laser-Pointer im Hirn vor, der das zu Merkende beleuchtet, hervorhebt. Das Hören des zu Merkenden erweitert das Potential. Sprache stärkt den Lernprozess positiv und erhöht deine Behaltensquote merklich.
 
Der Schweizer Psychologe Jean Piaget studierte Kleinkinder zum Thema Kognitive Entwicklung. Ergebnis:  Babys kontrollieren ihre Aktion im gleichen Moment, wo sie die Sprache entdecken – Heiss, beim Anblick eines Ofens, weil eine einmalig egemachte Erfahrung das Lernen unterstützte.
Fazit: Rede mit mir selbst und mache Fortsprünge anstelle von Fortschritten 🙂
 

Perspektive

Da gibt es Mitmenschen, die rufen mich an, wenn diese in einer anspruchsvollen Situation sind. Sie möchten, schätzen einen Zuhörer mit offenen Ohren.  Oft formulieren sie dann ihre innere Angst laut und teilen mir diese mit. In diesem Moment erkennen sie, dass das genannte „Problem“ kleiner ist oder lösbar mit einem ersten kleinen Schritt.  

Ebenso kann Selbst-Gespräch uns unterstützen, Gedanken und Gefühlen neue Perspektiven zu ermöglichen. Emotionale Re-Aktionen können bewusst-er zu selbstbestimmten Lösungen gelangen.
 
Selbst-Gespräch fördert uns, Abstand zu gewinnen von unseren Erfahrungen beim Reflektieren unserer Erlebnisse. Ergo sind Selbst-Gespräche nützlich und wertvoll – einfach einzusetzen, wie nun gerade beim Lesen dieser Zeilen 🙂
 
Weitere Studien zeigten sogar, dass Selbst-Gespräche in der dritten Person (er, sie, … ) noch wirksamere Resultate erzeugten als solche in der ersten Person (Ich … )
 
„ Paul, LeserInnen meines Artikels schätzen diesen Gedanken und geben mir dazu ein Feedback 🙂
 
PS: 
  • Paul started und redet mit sich selbst (schreibend)
  • Ein weiterer positiver Aspekt von Selbst-Gesprächen: Wer mit sich selbst redet kann sicher sein, dass ihm/ihr mindestens eine Person zuhört 🙂

2 Gedanken zu “Mein Spiegel hört zu”

  1. Lieber Paul,
    ich bin sehr glücklich, dass ich dich kennenlernen durfte. Was einem doch Zu-fälle alles so zufallen lassen 🙂
    Ich finde deine Gedanken sehr spannend und wertvoll. Auch ich führe regelmässig Selbstgespräche-seit neustem in den 10 Minuten des Geheimschwurs am Morgen…ich bitte dabei auch immer um Unterstützung, dass mich das Leben auf die richtigen Wege führt und mich die Menschen kennenlernen lässt, die mir guttun.
    Schreibe weiter, ich freue mich sehr, daran teilhaben zu dürfen!
    Du hast nun viel mehr Zeit und ich bin beeindruckt, wie SINN-voll und tiefgründig du diese nutzt.
    In herzlicher Verbundenheit
    Daniela

  2. Lieber Paul. Danke, dass du mich an deinem Projekt teilhaben lässt. Es kommt mir einiges bekannt vor aus meinen Meditationskursen. Ich verfolge gerne deine weiteren Erkenntnisse und wünsche dir viel Freude dabei. Sei lieb gegrüsst. Maja

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