Direkt oder indirekt – ein Entscheid

Direkt oder indirekt – m/ein Entscheid
 
Ist es netter, indirekt anzusprechen, was ich nicht schätze, nicht in meinem Sinne ist?
 
Ehrlicher als ehrlich kann ich mir nicht vorstellen. Deshalb antworte ich ehrlich auf Rückmeldungen meiner Leserinnen und Leser. Diese stellen mir öfters die Frage: „Erwartest Du eine Antwort auf Deine wöchentlichen Newsletter?“ „Nein, und wenn ich ein Feedback bekomme, so freut mich das trotzdem und gibt mir ein tolles Gefühl, dass meine Beiträge etwas bewirken.“ „Was genau, kann ich nicht wissen und als Antwort auf erhaltene Gedanken kann ich mir genauer ein Bild machen, etwas aus den Zeilen „Heraushören“ und/oder die aktuelle Stimmung fühlen.“
 
Indirekte Antworten auf ein Statement, so meine ich, können verunsichern und ohne klar zu erfahren, was die Leser damit gemeint haben, ist dieses Gefühl eher negativ belegt. Ich fühle mich verunsichert.
Könnte es sein, dass wir manchmal den indirekten Weg wählen, weil wir nicht verletzen wollen? In meiner Welt ist der indirekte Weg nicht vorteilhaft. Eine unangenehme Sache anzusprechen bleibt ebenso unangenehm, wenn ich diese indirekt anspreche oder wenn ich diese hinausschiebe. Möglicherweise wird die Sache noch unangenehmer und fordert mich mehr und mehr.
 
Gelernt habe ich, dass ich nicht alle andern Menschen mit meinem Verhalten glücklich machen kann. Erkannt und erleichtert mit dieser Tatsache, sehe ich meine Aufgabe so: „Beitragen zum Glücklich Sein, zum Wertschätzen und respektvoll mit den Mitmenschen umgehen.“ „Trotzdem darf ich traurig sein oder mich enttäuscht fühlen, wenn andere Menschen etwas sagen oder tun, das nicht mit meinen Werten übereinstimmt.“ 
 
Die andere Person hat keine Freude, wenn ich eine heikle Situation direkt oder indirekt anspreche. Tue ich die direkt, so weiss sie klar, was ich gesagt habe und kann – so glaube ich – ebenso ehrlich, direkt damit umgehen, wenn sie es möchte. Ob sie das tut, liegt nicht in meinem Bereich und ist auch eine freie Wahl. 
 
Bin ich ehrlich zu mir selbst, so ist ehrlich sein zu andern für mich eine logische Folge…. und ein Geschenk, das Vertrauen aufbaut.
 
Ehrlich sagen was ich denke und tue bedeutet auch ehrlich sagen, was ich nicht denke und tue!
 
Das für mich Richtige tun –
der Rest spielt keine Rolle.

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